Nun werben wir ja seit einigen wenigen Tagen für unser so spontan hervorgerufenes Angebotbündnis. – Ein Bündnis für das sich spontane Menschen zeichnen, ein Versuch, auch im Internet und mit dem Internethandel von gebrauchten und antiquarischen Büchern – eine eigene Unabhängigkeit zu erhalten. Nicht nur auf Gedeih und Verderb oder auch nicht nur auf Höhen und Tiefen der grossen Plattformen den Kunden einen Service zu bieten. Das diese Art der Werbung, diese Art, der eigenen Betriebswirtschaftlichkeit, Geduld fordert ist allen klar, auch dass sich Gegenstimmen bilden, ist klar. Einige wenige Händler und Antiquare waren bereit, auch wenn Gegenstimmen aussagen wollen, dass nun die Preise absichtlich höher kalkuliert wurden, damit es wieder seine Stimmigkeit hat. Ob das in Einzelfällen so ist, kann ich nicht beurteilen, ich durchforste nicht ständig die Bestände meiner Kollegen, dazu fehlt mir die Zeit.
Bei mir verhält es sich so, dass die Preise so geblieben sind, wie ich sie immer hatte. Da wurde nichts prozentual erhöht, da wurden keine Versandkosten auf den Plattformen erhöht. Ich gebe von den Preisen, so wie sie waren und sind – eben diese 10% , wie es ebenfalls schon lange auf meiner Homepage zu lesen war. Warum also nicht dem Kunden diese 10% erlassen, die ich ansonsten noch zusätzlich an Provision auf meinen Preis an die Plattformen abzuleisten habe ?!
Man muss heutzutage so denken, man muss versuchen und wer sich nicht bewegt, der erstarrt. Gut, wer sich Erstarrung leisten kann, dem mag es so reichen, wer sich aber um sein täglich Brot kümmern muss, der muss seine Rechnung überdenken und darf nicht ruhen.
Mit jeder Gebührenerhöhung der grossen Plattformen geht das ebenso grosse Jammern und Schimpfen um, unter den Händlern. Jedoch von den 90% die jammern, agieren vielleicht 5 % mit anderen Ideen.
Dies spontane Idee dieses kleinen Bündnisses ist kein Kontrapunkt gegen die Plattformen, die weitestgehend ihre Arbeit gut machen, doch mit den hohen Gebühren haben wir kaum noch eine Spanne, dem Kunden Rabatte einzuräumen, andere Konditionen zu geben, der Markt ist zu satt als das man mit den Preisen eines Buches noch gross kalkulieren könnte.
Wenn – wie neuerdings immer mehr festzustellen ist, Buch- oder Antiquariatsplattformen wie Pilze aus dem Boden schiessen, eine Auktionsplattform nach der anderen wirbt mit fantastischen Gewinnen, so kann es ein einzelner Antiquar oder eine kleine Gruppe von Antiquaren und Versandhändlern auf eine seriösere Art und Weise genauso tun.
Wir versenden weder Werbemails noch versprechen wir Dinge, die wir nicht halten können. Wir pflegen unseren Bestand und unsere Homepages, unsere virtuellen Läden und ich denke, mit ein wenig Geduld und Eigensinn und ohne gelehrtes Geschwafel werden wir irgendwann einen kleinen Kundenkreis erreichen.
Ich bin trotz aller Unkenrufe davon überzeugt und werde mich nicht einschüchtern lassen.
Alles läuft und arbeitet wie gehabt, es ist nur ein neuer Service hinzugekommen.
Dies zum 1. Mai 2009 der so wunderbar sonnig und einladend war, dass man auch besonnen das auszudrücken vermag, was einem noch Wert bedeutet.
0 Comments.