Klaus Ertz “Jan Brueghel der Ältere (1568-1625) – Die Gemälde “mit kritischem Oevrekatalog”

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Klaus Ertz

Jan Brueghel der Ältere (1568-1625) – Die Gemälde “mit kritischem Oevrekatalog

Erschienen im DuMont Buchverlag Köln, 1979

Mit ausführlichem Verzeichnis der Ausstellungen, Literaturverzeichnis, Standortverzeichnis der Gemälde, Verzeichnis der Namen und Fotoverzeichnis.
Dieser Band beinhaltet 81 Farbtafeln, 637 einfarbige Abbildungen.

Ein Standardwerk über Jan Brueghel d.Ä., unentbehrlich für Museen, Bibliotheken, Sammler und Freunde des Malers.

Orig. 4° dunkelblauer Lwdbd., goldgepr. Deckel- und Rückentitel, orig. farbig illustr. Schutzumschlag.
Das Werk befindet sich in vorzüglicher, neuwertiger Erhaltung in seiner Gesamtheit.

Aus dem Klappentext des Werkes:

Jan Brueghel d.Ä. (1568-1625) ist eine der interessantesten Künstlerpersönlichkeiten an der Wende des 16. zum 17. Jahrhundert. Neben Rubens, mit dem er eng befreundet war, zählt er zu den erfolgreichsten Malern seiner Zeit und seine Bilder wurden wegen ihrer juwelenhaften Farbigkeit und Genauigkeit im Detail wie Wunderwerke bestaunt. Daß sich die Wissenschaft bisher nur in einigen Ansätzen ernsthaft mit diesem Künstler beschäftigte, findet seine Begründung maßgeblich in der Tatsache, daß das Oeuvre durch mehr als 3000 flasche Zuschreibungen bis zur völligen Stillosigkeit verunklärt wurde. Licht in dieses Dunkel zu bringen, ist denn auch das erste Ziel des vorliegenden Buches.
Die starke Nachfrage nach den Gemälden dieses Malers, die bereits zu seinen Lebzeiten einsetzte und in unvermindertem Masse andauert, führte dazu, daß sich eine große Zahl von Nachfolgern un Kopisten bemühten, Brueghels Bilder nachzuahmen, ohne aber jemals deren Qualität zu erreichen. In diesem Buch wird erstmals der Versuch unternommen, die echten von den falschen “Brueghels” zu scheiden. Dazu war es nötig, das weit verstreute, völlig unübersichtliche Werk zusammenzutragen, zu sichten und mit den Methoden der Kunstwissenschaft zu bearbeiten. Das Ergebnis dieser Arbeit ist in dem kritischen, chronologisch geordneten Catalogue raisonnee niederlegt.
Auf der Grundlage dieses Kataloges wird die Malkunst Brueghels befragt. Das besondere Interesse gilt der künstlerischen Entwicklung dieses am Wendepunkt zweier Epochen und Stilrichtungen lebenden Künstlers. Eigenarten, Besonderheiten und Bedeutungen Jan`scher Bilder werden untersucht. Die Entschlüsselung damals geläufiger, für uns heute weitgehend verlorener Bildinhalten nimmt breiten Raum ein.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Person Jan Brueghels d.Ä. Dabei wurden nur Daten und Begebenheiten aufgenommen, die durch Dokumente belegt sind. Auf die “Phantastereien” vieler Biographien, auf unbewiesene, nicht nachvollziehbare Lehrer-Schüler-Verhältnisse und Einflüsse wird nicht eingegangen.
Breiten Raum nimmt die Beschreibung und Untersuchung der Landschaften ein. Den hier erarbeiteten Grund- und Sondertypen sind alle Landschaften Brueghels mehr oder weniger verpflichtet. Bei den Blumenbildern versucht der Verfasser nicht Brueghels Stellung als Mitbegründer des Genres der Blumenmalerei zu betonen (diese Bedeutung ist schon lange erkannt und viel zu sehr hervorgehoben worden), er bemüht sich, nachzuweisen, daß man mit einer ausführlichen Formananlyse zu einer sinnvollen Datierung der Blumenbilder gelangen kann.
Am Beispiel des Madrider Sinneszyklus wird Jans Bedeutung als Allegoriker aufgezeigt. Einige Themen wie “Diana und ihre Nymphen”, “Göttermahlzeiten” und “Pan und Syrinx” spiegeln die Vertrautheit des Künstlers mit mythologischen Stoffen wider und zeigen ihn als Mitarbeiter von Peter Paul Rubens, Hendrik van Balen und Frans Snyders. Gerade die Vielfalt in der Auswahl der Themen zeugt vom Reichtum einer Kunst, die bisher allzuoft einseitig einschränkend als gefällige Blumen- und Landschaftsmalerei abgehandelt worden ist.

Zum Verfasser des Buches:

Klaus Ertz, geb. 1945 in Homburg (Saar); studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an den Universitäten Saarbrücken und Wien. Promotion an der Universität Saarbrücken mit dem Thema “Die Gemälde Jan Brueghels d.Ä.”. – Volontärzeit am Badischen Landesmuseum Karlsruhe. Von Januar 1976 bis April 1979 Direktionsassistenz am Museum Folkwang Essen; arbeitet z.Zt. als freier Kunsthistoriker, Spezialgebiet: Flämische Malerei; in Vorbereitung Oeuvrekatalog zu Josse de Momper d.J. sowie eine größere Arbeit zum Problem der Zusammenarbeit mehrerer Künstler an einem Gemälde im 16. und 17. Jahrhundert (Stand 1979).

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